Das Referendum gegen die Kantonsstrasse zum See kam zu Stande. Damit wird die Stimmbevölkerung des ganzen Kantons im März 2026 über die kantonale Beteiligung an der Finanzierung abstimmen. Ein wichtiges Vorhaben für die Region am See und letztlich für den ganzen Kanton St. Gallen steht damit auf dem Prüfstand.
Dabei geht es beim Projekt nicht primär um eine neue Strasse, im Vordergrund steht vielmehr eine Neuorganisation des Verkehrsregimes, welches die Zentren von Goldach und Rorschach entlastet, den Verkehr entflechtet und die Lebensqualität erheblich verbessert. Die aktuelle Situation mit den querenden Bahnschranken durch Rorschach und Goldach führt mittelfristig zu einem Verkehrskollaps, da sich die Schrankenschliesszeiten weiter ausdehnen werden. Grund hierfür ist der sinnvolle Ausbau des Bahnverkehrs. Folge davon bleiben indessen Stausituationen in den Dorfkernen mit Lärm und Emissionen. Unter diesen Auswirkungen leidet die Bevölkerung zunehmend.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist im Übrigen die Anbindung der Industrie und damit auch des Schwerverkehrs an die Autobahn, ohne dass diese 30-Tonnen Fahrzeuge quer durch die Zentren und an den Schulwegen vorbeifahren. Ein Sicherheitsaspekt, den die Gegner ausblenden und dabei ebenfalls komplett ausser Acht lassen, wie viele Begleitmassnahmen mit zusätzlichen Fuss- und Fahrradwegen (bzw. Unterführungen) dieses Projekt tatsächlich beinhaltet.
Schliesslich ist auch auf das Entwicklungspotential dieses Vorhabens hinzuweisen. Goldach und Rorschach werden die Möglichkeit für bauliche Entwicklungen erhalten, welche ein grosses Potential für die Zukunft beinhalten. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten braucht es diesen Innovations- und Entwicklungsschub.
Zum Zeitpunkt der Publikation dieses Geschäftsberichtes war das Abstimmungsergebnis noch nicht bekannt.