Die Bauverwaltung bearbeitete 2024 135 Baubewilligungen und damit 8 weniger als im Vorjahr. Der Gebührenertrag reduzierte sich um rund CHF 6’000 auf CHF 85’000 (Budget: CHF 110’000).
Die Reduktion der Anzahl Baubewilligungen ist auf die nicht bewilligungspflichtigen Standard-Photovoltaikanlagen (39 subventioniert) zurückzuführen. Die Flut der Heizungssanierungen hat abgenommen und die Anzahl Baubewilligungen für Heizungsersatz ist leicht gesunken (2 Heizungssanierungen und 15 Wechsel auf Alternativenergien).
Baubewilligungen 2023 vs. 2024
Ausbau Untereggerstrasse
Die Sanierung der Untereggerstrasse mit neuem Trottoir sowie einer neuen Bushaltestelle konnte planmässig Anfang Dezember fertig gestellt werden. Im Jahr 2025 erfolgt der Deckbelagseinbau. Dafür muss die Untereggerstrasse gesperrt werden. Zusätzliche Deckbelagsarbeiten sind von der Kirche bis zur Blumeneggstrasse geplant. Die Vorabklärungen laufen bereits. Voraussichtlich werden die Bauarbeiten während den Sommerferien durchgeführt.
Deckbelag Am Rebberg
Im Sommer 2024 konnte nach Abschluss der Mehrfamilienhäuser der Deckbelag eingebaut werden. Der Kostenvorschlag von CHF 885’000 für die Strasse konnte trotz dem späten Einbau des Belags mit Gesamtkosten CHF 787’615.40 eingehalten werden.
Aufwertung Schuppis
Das Naturschutzgebiet Schuppis ist ein national bedeutendes Amphibienlaichgebiet mit acht Amphibienarten, darunter Laubfrosch, Gelbbauchunke und Teichmolch. Die Amphibienvorkommen sind räumlich isoliert, weshalb deren Erhaltung hohe Ansprüche an Gestaltung und Unterhalt von geeigneten Lebensräumen stellt. Ein Randbereich des Amphibienlaichgebiets wurde unterdessen überbaut und mit der Thannäckerstrasse (Froschtunnel) erschlossen. Das stellt eine Beeinträchtigung des Schutzgebiets dar und verlangt Kompensationsmassnahmen und eine Anpassung der als Amphibienlaichgebiet geschützten Fläche. Mit dem vorliegenden Aufwertungsprojekt werden die notwendigen Voraussetzungen für die Förderung und Wiederbesiedlung der gefährdeten Amphibien geschaffen. Dieses Jahr konnten die Hauptarbeiten abgeschlossen werden. Der Kanton beteiligt sich mit 90 % an den Kosten. Die Ortsgemeinde als Grundeigentümerin beteiligt sich ebenfalls mit CHF 20’000. Der Restbetrag, inklusive Oberbauleitung, übernimmt die Gemeinde Goldach.
Fussweg Rantelwald – Mötteliweiher (Geissrütiweg)
Mit der diesjährigen Bewilligung vom Kanton kann der geplante Fussweg vom Bahnhof Goldach über den Sonnenberg zum Rantelwald und weiter bis zum Mötteliweiher erstellt werden. Die Subventionen von Bund und Kanton sind gesprochen. Die Förster haben bereits mit dem Roden begonnen. Auf den Sommer 2025 sollte der Weg begehbar sein. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Ortsgemeinde Goldach, an Willi Troxler Junior sowie an Sepp Germann, Monika Herzog und an das Bundesamt für Strassen ASTRA, welche den Weg auf ihrem Boden erst ermöglicht haben.
Hauptstrasse / Dorfbach
Die Projekte Umgestaltung Hauptstrasse und die Wasserbauprojekte Dorfbach Rathauskreisel bis Wuhr wurden vom Kanton bewilligt und die Subventionen sind gesprochen. Leider hat einer der Einsprecher beim Baudepartement Rekurs eingelegt, was die Neugestaltung der Hauptstrasse und die Beseitigung der Hochwassergefahr des Dorfbachs entlang der Hauptstrasse verzögert, obwohl die Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern den Baukrediten zugestimmt haben.
Unterflurbehälter
Neu konnten an der Pestalozzistrasse, der Florastrasse sowie im Quellacker je zwei neue Unterflurbehälter (UFB) in Betrieb genommen werden. Zusätzlich konnte an der Terminusstrasse im Zusammenhang mit einem Neubau ein neuer UFB erstellt werden.
Ohne die Bereitschaft von Eigentümern könnten solche nachhaltigen Projekte nicht ausgeführt werden.
Mühlebergstrasse
Einsprachen verhindern leider immer noch die Verbesserung der Erreichbarkeit, damit der Mangel einer ungenügenden Erschliessung des Gebiets behoben werden kann.
Parkplatzbewirtschaftung
Der ruhende Verkehr wurde in der Gemeinde Goldach letztmals durch die Securitas kontrolliert. Ab 2025 hat sich die Gemeinde Goldach in einem kleinen Sicherheitsverbund mit Rorschach zusammengeschlossen. Die Parkeinnahmen betragen CHF 254’667.85. Dies ist leicht höher als im Vorjahr. Die Kosten für die Parkplatzbewirtschaftung belaufen sich auf CHF 37’101.70. Die Bussen liegen bei CHF 46’024.65 und entsprechen etwa dem Vorjahr.
Bereits vor zwei Jahren konnten die Hängebrücke eröffnet werden. Nun sind alle Subventionen gesprochen. Die Gesamtkosten betragen CHF 666’008.10. Nach Abzug aller Subventionen (Bund, Kanton Ortsgemeinde Goldach, Gemeinde Mörschwil) betragen die Restkosten CHF 88’818.10. Der Gemeinderat ging 2017 noch von CHF 200’000 und 2019 von CHF 100’000 Restkosten aus.
Kanalisation
Parallel zu den Kanalspülungen wird innerhalb von drei Jahren das ganze Kanalnetz fernsehtechnisch aufgenommen. Somit kann ein aktuelles Sanierungsprogramm erstellt werden. Wie in den letzten Jahren wurden die gemäss Planung notwendigen Strasseneinlaufschächte geleert. Die gesamten Kanalisationskosten werden durch die Abwasser- und Anschlussgebühren sowie durch die gebundenen Reserven gedeckt. Die Sanierungen entsprechen der Massnahmen- und Subventionsplanung gemäss generellem Entwässerungsplan GEP.